ende

Meine Pumpe macht Zicken. Macht sie in den letzten Jahren öfter, was wohl auch an meinem Alter liegen mag. Für mich eine willkommene Gelegenheit, die Gedanken daran etwas auf die Seite zu schieben. Was nicht bedeuten soll, dass ich mir darüber keine Gedanken machen würde. Das tue ich durchaus, und, witzigerweise, glaube ich, es wäre vielleicht doch auch eine Erlösung. Eigentlich habe ich es wirklich satt. Ich habe für mich feststellen müssen, dass ich am 'Menschsein' gescheitert bin, und ich keine Hoffnung mehr habe, es könnte sich doch noch einmal zum Guten wenden.

 

Ich bin frustiert von dem, was um mich herum passiert. Dieses ich-bezogene Denken überall. Dieses unterbewusste Wissen, auf dem falschen Weg zu sein, und das man dennoch daran festhält, aus absurder Angst, jemand Anderes könnte einem etwas wegnehmen. Wir sind auf luxuriöse Weise abhängig und süchtig nach etwas, was wir niemals erreichen können. 

 

Ich bin immer noch hier, und ich habe weiterhin vor, zu bleiben. Das ist mein Wille. Die Kraft daraus schöpfe ich aus meiner Frau, und aus meiner Familie. Selbst wenn ich, für meinen Part, weitestgehend abgeschlossen habe, sehe ich noch darin eine Aufgabe, die ich zu bewältigen habe. Ich möcht noch die Liebe zurückzahlen, die ich bekommen habe. Und die ist unendlich...

 

Wie dem auch sei; ich habe, dank meiner zickenden Pumpe, tatsächlich Zeit für ein paar Gedanken:

 

 


ist es die maschine

oder die programierung

oder vielleicht doch beides

die aussetzer häufen sich 

 

so oder so

 

leben 

ist lange nicht leben

ist über leben hinaus

einfach überleben

 

hank charles hatte recht

die modernen zeiten

erfordern gegenwehr

aufruhr in beiden lagern

 

bis es endet

und es endet

wie alles 

schließlich

 

irgendwann


© 18.02.2021

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